Feierliche Eröffnung des Leister-Erweiterungsbaus

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Leister Einblicke

Am 4. Juli hat die Leister Gruppe in Sarnen das neue Produktionsgebäude der Leister Technologies AG feierlich eröffnet.

Autorin: Silke Landtwing, Manager Corporate Communications, Leister Schweiz

Unter den rund 160 geladenen Gästen waren u.a. Dr. Josef Hess, Landammann des Kanton Obwalden sowie weitere Mitglieder des Regierungsrats und des Kantonsrats Obwalden, Jürg Berlinger, Gemeindepräsident Sarnen, Hans Hess, Präsident Swissmem, zahlreiche Geschäftspartner und Lieferanten der Leister Gruppe sowie namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Bildung, Kultur und Wissenschaft aus der gesamten Schweiz.

Leister hat insgesamt 25 Millionen Franken in den Erweiterungsbau investiert. Seit Mai 2019 wird bereits in den neuen Räumen produziert.

Fabienne Bamert, Moderatorin bei Tele1 (Zentralschweizer Fernsehen), moderierte den Event, begrüsste die Gäste und dankte ihnen im Namen von Leister fürs Einsenden der zahlreichen Grussbotschaften.

Vom Einzelunternehmen zur Hightech-Unternehmensgruppe

In der ersten Ansprache von Verwaltungsratspräsidentin und Inhaberin der Leister Gruppe Christiane Leister bezog sich diese auf die 70-jährige Geschichte ihres Unternehmens und dessen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten: «1949 von Karl Leister als Einzelunternehmen ‹Karl Leister Elektrogerätebau› im Keller des Elternhauses in Solingen gegründet, hat sich das Unternehmen inzwischen zu einer Hightech-Unternehmensgruppe mit Ländergesellschaften auf drei Kontinenten entwickelt.»

Die Kunden der Leister Gruppe kommen aus allen Ländern und allen Industriebranchen:

  • Automotive
  • Tiefbau
  • Bau
  • Lebensmittel
  • Werbung
  • Apparate- und Behälterbau
  • Maschinenbau
  • Medizinaltechnik

«Diese Liste liesse sich noch beliebig verlängern. Kurzum, unsere Kunden kommen von überall, wo es darum geht, Kunststoffe thermisch miteinander zu verbinden oder wenn industrielle Prozesswärme gefragt ist.», so Christiane Leister weiter.

1998 wurde mit Technologien der EPFL – École polytechnique fédérale de Lausanne in neue Geschäftsaktivitäten diversifiziert, ein Mikrotechnik Start-up-Unternehmen übernommen und ausgebaut. Daraus hat sich die Axetris AG entwickelt, ein inzwischen erfolgreiches Unternehmen mit 130 Mitarbeitenden. Axetris hat ihren Standort in Kägiswil und verfügt über Reinräume, in denen mikro-optische Komponenten und Gas-Sensoren entwickelt und produziert werden.

Weltweit kommen Menschen täglich 24 Stunden mit Infrastruktur und Produkten in Berührung, bei deren Erstellung Geräte der Leister Gruppe eingesetzt werden. Nachfolgend einige Beispiele davon:

  • PET-Flaschen, deren Etiketten mit industrieller Prozesshitze auf die Flaschen geschrumpft werden
  • Head-up-Displays werden mit Laserschweissen gefügt
  • Tunnel, deren Kunststoffmembranen mittels Heissluft abgedichtet werden
  • Mikro-Linsen in optischen Schaltern in Cloud-Computer-Centern
  • CO2-Sensoren in Anästhesiegeräten

Der Erweiterungsbau Ried II, in dem die Eröffnungsfeierlichkeiten stattfanden, wurde aus eigenen Mitteln finanziert und hat 25 Millionen Franken gekostet. Der Neubau wurde an das bestehende Produktionsgebäude angebaut, um die Produktion der Leister Technologies AG an einem Standort zusammenzulegen. «Damit verfügen wir über langfristige Kapazitätsreserven.» Ziel sei es, die Effizienz zu steigern – eine notwendige Voraussetzung, um die weltweit führende Marktposition zu halten und weiter auszubauen und zu stärken.

Auch die Leister Gruppe ist in einer extrem globalisierten Welt mit starken Veränderungen ihres geopolitischen und gesellschaftlichen Umfelds konfrontiert, wie Christiane Leister in ihrer Ansprache verdeutlicht: «Die Herausforderungen zur Fortsetzung der Leister-Erfolgsgeschichte sind nicht weniger oder einfacher geworden. Neben Kompetenz, Engagement, Flexibilität und Fähigkeit zum Wandel heisst es jetzt auch noch Speed ist your friend.»

Zum Abschluss ihrer Rede dankte Christiane Leister den Gästen für ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier des Erweiterungsbaus Ried II, Kunden und Geschäftspartnern für deren Vertrauen und die angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit, der Regierung Obwalden, der Gemeinde Sarnen und den Behörden für die gute Zusammenarbeit. Man wisse die kurzen Entscheidungswege sehr zu schätzen.

Informationen zum Neubau

Zu Beginn seiner Rede hiess Beat Mettler, CEO Leister AG, zusätzlich die Vertreter von Implenia, die Architekten und Planer sowie alle am Projekt beteiligten Unternehmen herzlich willkommen. Als CEO ist Beat Mettler weltweit für das Operative der Leister Gruppe verantwortlich.

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In seiner Rede informierte er über den Neubau, bei dem es sich um die Erweiterung des seit 1998 bestehenden Produktionsgebäudes der Leister Technologies in Sarnen handelt. Aufgrund des hervorragenden Wachstums der gesamten Gruppe habe man sich im Herbst 2016 entschieden, die Produktionsflächen der beiden Firmen Leister Technologies AG und Axetris AG auszubauen.

Baugrund

Weil sich das Gebäude der Leister Technologies AG in Sarnen in einer Gegend mit hohem Grundwasserpegel befindet, musste zuerst ein solides Fundament mit insgesamt 295 Bohrpfählen, die jeweils 25 m / 82 ft lang sind, gelegt werden. Die Länge der Pfähle beträgt zusammengenommen 7.3 km / 4.54 mi. Zudem wurde das Gebäude erdbebensicher gebaut.

Rohbau

Nachdem das Fundament gelegt war, begannen die Arbeiten am Rohbau. Hierfür wurde Beton in einer Grössenordnung von 900 Lastwagenladungen oder einer Lastwagenkolonne von etwa 8 km / 4.97 mi Länge verbaut.
Obschon die Schnittstelle zum bestehenden Gebäude eine Herausforderung darstellte, gab es keine Produktionsausfälle. «Allerdings mussten einige Mitarbeitende vorübergehend auf die gewohnt herrliche Sicht der Obwaldner Berge verzichten.», so Beat Mettler.

Klimafreundliches Baukonzept

Gemäss Beat Mettler wurde auch beim Erweiterungsbau ein besonders klimafreundliches Konzept verfolgt.
Das gesamte Gebäude wird durch eine Grundwasserwärmepumpe mit Plattentauscher geheizt und im Sommer durch Wärmerückgewinnung gekühlt. Zusätzlich wird das System durch die Solarwall am Hochregallager unterstützt. Ausserdem wird die in der Produktion erzeugte Wärme ebenfalls zurückgewonnen und ins System eingespeist.

Erweiterung und Ergänzung der bestehenden Photovoltaikanlage

Die bereits seit 1998 bestehende Photovoltaikanlage wurde an der Fassade um die Fläche von 320 m2 / 3444.5 ft2 erweitert und auf dem Dach um 540 m2 / 5812.5 ft2 ergänzt. Der durchschnittliche Jahresertrag beträgt 125'000 Kilowattstunden. Zur Veranschaulichung: Mit einem Elektroauto könnten Sie mit dieser Energie etwa 20 Mal die Erde umrunden.

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Der gesamte Ausbau des Gebäudes ist nach Minergie-Standard. 90 Prozent des gesamten Energiebedarfs werden mit erneuerbarer Energie gedeckt. 75 Prozent davon durch lokalen Strom aus Wasserkraft. Das gesamte Gebäude ist CO2-neutral betrieben.

Sportlicher Zeitplan

Seit der ersten Planungssitzung im Januar 2017 bis zur Übernahme des fertigen Gebäudes sind zwei Jahre und vier Monate vergangen.

Innerhalb dieser Zeit entstand ein hochkomplexes Produktionsgebäude mit

  • einem Gebäudevolumen von 39'000 m3 / 1'377'272 ft3
  • 10'800 m2 / 116'250 ft2 Geschossfläche
  • einer Tiefgarage mit 105 Parkplätzen
  • eine topmoderne Gebäudeautomation und Infrastruktur

Dies ist die Grundlage für einen modernen und effizient Produktionsstandort der Leister Gruppe, der die neuen Anforderungen der «Industrie 4.0» erfüllt.

Zum Abschluss seiner Rede dankte Beat Mettler allen Unternehmern und deren zuverlässigen Mitarbeitenden für den unermüdlichen Einsatz. Sein spezieller Dank gilt der Firma Implenia, die das Bauprojekt als Totalunternehmen begleitet hat, sowie allen Handwerkern und den zuständigen Behörden für die effiziente Unterstützung.

Grussbotschaften

Die Grussbotschaft der Obwaldner Regierung überbrachte Landammann Dr. Josef Hess.

In seiner Ansprache informierte er darüber, dass Leister 1963 in Kägiswil den ersten Unternehmensstandort in der Schweiz errichtete. «Hier in Obwalden sind wir auch heute noch mehr als dankbar, dass die Wahl seinerzeit auf Kägiswil in Obwalden fiel. Denn Leister ist heute das Flaggschiff Obwaldens und die zweitgrösste Arbeitgeberin im Kanton.»

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Danach würdigte er das persönliche Engagement von Christiane Leister beim Tüftelpark Pilatus, beim Schwingen (Leister ist Verbandssponsor des Innerschweizer Schwingerverbandes ISV) und auch wenn es um politische Themen ginge. Besonders freue ihn das Engagement von Christiane Leister als Mitglied des ETH-Rats. In dieser Funktion trage sie den Namen des Kantons Obwalden in die Welt hinaus.

Der Erweiterungsbau sei ein weiterer Meilenstein in der 70-jährigen Erfolgsgeschichte der Leister Gruppe. Die Geschwindigkeit, mit der das Gebäude errichtet wurde, sei auch für ihn als Baudirektor und Ingenieur eine sehr sportliche Leistung. Bei seinem Besuch im Februar 2019 habe ihn das Kleinteilelager mit seinen über 8'000 Lagerplätzen besonders beeindruckt. «Und als Energieminister ist es für mich besonders erfreulich, wie sehr bei diesem Projekt auf Nachhaltigkeit geachtet wurde. Bei Leister ist Klimaschutz ein wichtiges Thema auf das Taten folgen.» Zum Abschluss einer Rede dankte Landammann Dr. Josef Hess der Leister Gruppe für ihr Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Obwalden und gratulierte zum 70-jährigen Jubiläum. «Ich bin überzeugt, dass Leister auch in den kommenden Jahrzehnten das Obwaldner Flaggschiff bleibt.»

Die anschliessende Grussbotschaft sprach Hans Hess, Präsident Swissmem. Swissmem ist der führende Verband für KMU und Grossfirmen der schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) sowie verwandter technologieorientierter Branchen, dem auch Leister seit etlichen Jahren angeschlossen ist.

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Auch Hans Hess gratulierte der Leister Gruppe zu ihrem 70-jährigen Jubiläum. «Es ist heute nicht selbstverständlich – und deshalb umso erfreulicher – dass so ein Unternehmen hier in der Schweiz investiert.» Gute Gründe dafür gäbe es allerdings durchaus: «Politische Stabilität gehört zu den Stärken der Schweiz.»

Zudem spiele das duales Bildungssystem der Schweiz eine wesentliche Rolle, denn für den Unternehmenserfolg brauche es qualifizierte Mitarbeitende, die ausserordentliche Leistungen erbringen und Schweizer Unternehmen zu Weltmarkführern mache. All das verkörpere aus seiner Sicht die Leister Gruppe.

Traditionelles Durchtrennen des Bandes

Im Anschluss an die Reden und die Grussbotschaften wurde der Erweiterungsbau durch das traditionelle Durchtrennen eines roten Bandes feierlich eröffnet.

Rundgang durch die Leister-Produktion

In sechs geführten Gruppen haben die Gäste verschiedene Stationen der Leister-Produktion besichtigt.

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Dabei standen unter anderem das Hochregallager, das Kleinteilelager, die Produktion der Schweissautomaten, die Heizelemente, die die Kernkomponente der Leister-Heissluftsysteme bilden, sowie die modernen Büroräume im vierten Obergeschoss auf dem Programm.

Flying Lunch

Nach der Besichtigung der Produktion hatten die Gäste bei einem Flying Lunch Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Erinnerungsbaum pflanzen und Zeitkapsel vergraben

Zum Abschluss des Events ging es zum Pflanzen des Ginkgobaumes und zum Vergraben der Zeitkapsel mit den Grussbotschaften der Gäste nach draussen.

Konzern- und Geschäftsleitung der Leister Gruppe blicken auf einen gelungenen Eröffnungsevent zurück. Die Weichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Leister Gruppe sind gestellt.

Wir danken unseren externen Partnern

Herzlichen Dank an unsere externen Partner für die gute Zusammenarbeit und ihr professionelles Begleiten unseres Events.

Medienberichte zum Eröffnungsevent

Hier finden Sie alle Medienberichte zum Eröffnungsevent.