Energiemärkte im Wandel – und die Chance für die Industrie
Die weltweite Energieversorgung ist unter Druck: steigende Gaspreise, unsichere geopolitische Lage, Lieferkettenrisiken, CO₂-Regularien – all das belastet produzierende Unternehmen massiv.
Wer heute noch auf Gas setzt, spürt:
- Unsicherheit in der Versorgung
- Hohe CO₂-Bepreisung
- Technische Abhängigkeiten von Gasbrennern, Flammenführung und Abgassystemen
Gleichzeitig steigt der Druck, energieeffiziente und klimafreundliche Lösungen in den Produktionslinien zu implementieren – sei es durch gesetzliche Vorgaben oder Kundenerwartungen. Elektrische Prozesswärme bietet genau hier das entscheidende Upgrade. Mit Heissluftlösungen von Leister können Unternehmen ihre Prozesse nicht nur modernisieren, sondern auch messbar sicherer, günstiger und zukunftsfähiger gestalten.
Präzision und Effizienz: Wo Heissluft Gas ersetzt
Der Wechsel von Gas auf Heissluft bringt in modernen Produktionsprozessen klare Vorteile. Prozesse werden sicherer, besser steuerbar und frei von direkten Emissionen.
Ein entscheidender Mehrwert liegt in der exakten Temperaturregelung: Elektrische Heissluftsysteme ermöglichen eine gradgenaue, stabile und reproduzierbare Prozessführung. Dadurch wird die Qualität in vielen Anwendungen nicht nur verbessert, sondern auch konstant gehalten – unabhängig von Umgebungseinflüssen oder Schwankungen in der Energiezufuhr.
Ein gutes Beispiel ist die katalytische Abluftreinigung. Leistungsstarke Heissluftgebläse wie der Leister VULCAN liefern hier die notwendige Prozesswärme, um Schadstoffe zuverlässig umzuwandeln. Auch bei der thermischen Stoffumwandlung oder in Zyklonen zur Nachverbrennung ersetzt ein kontrollierter Heissluftstrom zunehmend die offene Gasflamme. Die homogene Temperaturverteilung und die feine Regelbarkeit führen zu gleichmässigeren Reaktionsbedingungen und verbessern die Energieeffizienz des gesamten Prozesses.
Aluminiumproduktion: Heissluft ersetzt Gas beim Vorwärmen
Über die Abluftreinigung hinaus setzt sich Heissluft auch beim Vorheizen von Gussformen durch, da sie eine gleichmässige Wärmeverteilung ohne fossile Rückstände ermöglicht. Zudem wird durch den Einsatz von Heissluft vorhandene Restfeuchtigkeit gezielt ausgetrieben, während bei der Verbrennung fossiler Energieträger durch chemische Reaktionen zusätzlich Wasserdampf in den Prozess eingebracht wird.
Ein besonders anschauliches Beispiel ist die Vorwärmung von Launder (Transportkanäle für flüssiges Metall) in der Aluminiumproduktion. Bevor flüssiges Aluminium fliesst, muss die Temperatur über die gesamte Länge konstant sein. Ungleichmässige Erwärmung kann zu Erstarrung, Überläufe und Produktionsunterbrüchen führen. Wo früher LPG-Gasbrenner mit offener Flamme eingesetzt wurden, übernimmt heute elektrische Heissluft diese Aufgabe deutlich kontrollierter.